Hör- und Tastführungen im hdgö im April

Einem Familienfoto auf der Spur: Als Ulrike Wieser ein Bild ihrer Großcousine Elfi Schlager entdeckt, öffnet sich ein verdrängtes Kapitel der Familiengeschichte. Elfi war zehn Jahre alt, als sie gemeinsam mit 66 weiteren Bewohnerinnen des St. Josef-Instituts in Mils/Tirol in die Tötungsanstalt Hartheim gebracht und dort ermordet wurde.

Die Opfer der NS-Medizinverbrechen stehen bis heute am Rand der Erinnerung.

Wieser durchdringt das Schweigen und Vergessen und geht mit Historikerinnen, Chronist:innen und Familienmitgliedern den Leerstellen in der Erinnerung an diese Menschen nach. Daraus entstand eine künstlerische Installation aus 67 bestickten Fotografien. Bunte eingestickte Blumen und Namen verankern die Opfer in ihren Geburtsorten und in der Erinnerungskultur.

Ausgehend von der Ausstellung Eingestickt steht in dieser Hör- und Tastführung das Thema NS-Medizinverbrechen im Fokus. In Verbindung mit der Hauptausstellung Neue Zeiten: Österreich seit 1918 thematisiert die Führung bisher marginalisierte Erfahrungen und Erlebnisse von Menschen mit Behinderungen in den letzten rund 100 Jahren in Österreich.

Blinde, sehbehinderte und sehende Personen sind herzlich zu diesem inklusiven Angebot eingeladen!

Die nächsten Termine sind:

  • Donnerstag, 2.4.2026, 18:15 Uhr
  • Sonntag, 26.4.2026, 14:00 Uhr

Dauer: circa 60-90 Minuten

Anmeldungen via E-Mail unter vermittlung@hdgoe.at