Impact Kunsthaus Zürich

Ein Tipp zum Thema Wellbeing und Gesundheit: Mit eigenen Initiativen und Kooperationen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Gesellschaft schafft das Kunsthaus Zürich Zugänge zu Kunst, die Begegnung, Teilhabe und Wohlbefinden fördern.

Im Vermittlungsprogramm des Kunsthauses entstehen Angebote für Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen: für Jugendliche in Krisen, Menschen mit Sehbehinderung, Demenz oder neurologischen Erkrankungen, für junge Patientinnen und Patienten im Kinderspital. Derzeit führt das Kunsthaus in diesem Bereich eine Vielzahl von Projekten durch. Jedes Format ist eigens entwickelt und auf die Bedürfnisse seiner Teilnehmenden abgestimmt.

art.in – sparking curiosity

Ein Projekt an der Schnittstelle von Kunst, Kulturvermittlung und psychischer Gesundheit von Jugendlichen.

art.in unterstützt Jugendliche in psychischen Krisen durch die transformative Kraft von Kunst, Tanz und Musik. Aufbauend auf dem erfolgreichen Artopie-Modell in Genf, bieten die Workshops einen sicheren Raum, in dem die Jugendlichen aktiv mitgestalten, Selbstvertrauen tanken und neue Perspektiven erkunden können. Eine Kooperation der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (PUK) Life, Children Action, des Opernhauses Zürich und des Kunsthaus Zürich, unterstützt von der Max Kohler Stiftung.

Bilder hören, Kunst erleben

Führungen für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen.

In speziell konzipierten Führungen werden Gemälde und Skulpturen durch lebendige Bildbeschreibungen erfahrbar. Worte ersetzen Farben, Sprache formt Konturen. Im Dialog entsteht ein inneres Bild. Kunsthistorische Hintergründe und persönliche Wahrnehmungen verbinden sich zu einem lebendigen Kunsterlebnis. Ergänzend machen Materialien und das behutsame Ertasten ausgewählter Skulpturen Form, Oberfläche und Material direkt erfahrbar. Entwickelt in Zusammenarbeit mit der Zürcher Sehhilfe. Unterstützt von der Vontobel Stiftung.

Aufgeweckte Kunstgeschichten

Für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und Begleitpersonen.

Unter fachkundiger Anleitung entwickeln Teilnehmende gemeinsam Gedanken, Assoziationen und Gedichte zu ausgewählten Kunstwerken. Das Gesagte wird notiert und zu einer gemeinsamen Geschichte verdichtet. Nicht das Vergessen steht im Vordergrund, sondern das gemeinsame Erleben: Schauen, Erzählen, Assoziieren, Austauschen. Entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Gerontologie und dem universitären Forschungsschwerpunkt «Dynamik Gesunden Alterns» der Universität Zürich. Unterstützt von der Vontobel Stiftung.

Connect – Tanzen mit neurologischen Herausforderungen

Tanz, Musik und Kunst für Menschen mit MS oder Parkinson.

Im Kunsthaus inspirieren Bilder und Skulpturen zu neuen Bewegungen. Professionelle Tanzschaffende mit spezifischer Expertise schaffen einen Raum, in dem Bewegung, Körper und Gemeinschaft zusammenfinden. Ausgewählte Sessions werden live vom Tonhalle-Orchester begleitet. Eine Initiative vom Opernhaus Zürich, der Tonhalle-Gesellschaft Zürich, The Field, Dance & Creative Wellness Foundation, Clare Guss-West und dem Kunsthaus Zürich.

Workshops im Kinderspital

Künstlerinnen und Künstler im Spitalalltag – jährliches Workshop-Format.

Gemeinsam mit dem Kinderspital Zürich entwickelt das Kunsthaus ein jährliches Workshop-Format für Kinder und Jugendliche im Spital. Den Auftakt machte 2025 die Künstlerin Monster Chetwynd in der Reha-Klinik Affoltern. Mit Performerinnen, Performern und dem Klinik- und Schulteam schuf sie einen energievollen Workshop, der jungen Patientinnen und Patienten eine besondere Begegnung mit Kunst ermöglichte – und für einen Moment Abstand vom Therapiealltag. Eine Kooperation des Kunsthaus Zürich mit dem Kinderspital Zürich.

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