Demenzfreundliche Führungen im Rapideum

SK Rapid-Fans können im Rapideum, dem Vereinsmuseum des Fußballklubs in Wien, die Entwicklung des Clubs und des Sports erleben. Nun gibt es seit kurzem auch demenzfreundliche Führungen, die gemeinsam mit der Caritas entwickelt wurden.

Mit besonderer Wertschätzung werden bei diesen Führungen, die fortan als dauerhaftes Angebot etabliert werden sollen, die besonderen Bedürfnisse der Teilnehmer:innen berücksichtigt. In der rund einstündigen Museumsführung wird vor allem an alte Zeiten auf der Pfarrwiese und im Gerhard-Hanappi-Stadion erinnert. Unterstützend kommt dabei eine Tasche zum Einsatz, wo unter anderem Trikots oder Schuhe zu finden sind – sowohl aus vergangenen Zeiten als auch aus der Gegenwart. Somit kann die Entwicklung des Fußballs anhand von Objekten veranschaulicht werden.

In Zusammenarbeit mit der Caritas wurde vorab im Zuge eines Workshops für das gesamte Museumsteam ein maßgeschneidertes Konzept für diese Führungen und die Sensibilisierung auf die Thematik „Demenz“ ausgearbeitet. So liegt der Fokus auf wenigen, einzelnen Themen und der Rücksichtnahme auf die Klient:innen und deren Situation.

Derzeit sind etwa 150.000 Menschen in Österreich von Demenz betroffen. Die Zahl steigt und wird sich bis 2050 annähernd verdoppeln. Die Caritas hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Initiativen gesetzt, um von Demenz Betroffene und ihr Umfeld zu stärken. Dazu gehören die psychosoziale Beratung und Gesprächsrunden für Angehörige, die Angehörigenakademie mit Vorträgen und Praxiskursen sowie das Freiwilligenprojekt der Freizeitbuddys. Hier verbringen freiwillige Mitarbeiter:innen Zeit mit an Demenz Erkrankten. So werden unter anderem Spaziergänge geplant, Tischtennis gespielt oder auch Konzert- und Museumsbesuche ermöglicht. Ab jetzt gehören Besuche im Rapideum mit zum Programm.