
In Deutschland gibt es die Kennzeichnung „Reisen für alle“, die dazugehörige website listet barrierefreie Freizeit- und Kulturangebote auf, die man gezielt nach zertifizierten Unterkünften, Museen und Ausflugszielen suchen kann, die zu individuellen Anforderungen passen.
Die Kennzeichnung erfolgt in unterschiedlichen Qualitätsstufen – von „Information zur Barrierefreiheit“ bis „barrierefrei geprüft“. So erkennt man auf einen Blick, wie umfassend ein Angebot die Kriterien erfüllt.
- Transparenz: geprüfte und verlässliche Angaben
- Konkrete Details: z. B. Türbreiten, Stufen/Rampen, Aufzüge, Ausstattung
- Passende Filter: Angebote gezielt nach individuellen Anforderungen und Bedürfnissen finden
- Planungssicherheit: weniger Überraschungen vor Ort, mehr Vorfreude
- Kontakt & Hilfe: bei Fragen schnell den richtigen Ansprechpartner finden
Zudem wird bei den Angeboten nach folgenden Kriterien unterschieden bzw. gefiltert:
- Menschen mit Gehbehinderung und Rollstuhlfahrer
- Menschen mit Hörbehinderung und gehörlose Menschen
- Menschen mit Sehbehinderung und blinde Menschen
- Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen
Barrierefreier Tourismus ist eines der wichtigsten und am stärksten wachsenden Marktsegmente in Deutschland. Für rund 10 Prozent der Bevölkerung ist Barrierefreiheit unverzichtbar, für 40 Prozent hilfreich und für 100 Prozent komfortabel.
Die Entwicklung des Kennzeichnungssystems begann 2011 als gemeinsames Projekt des Deutschen Seminars für Tourismus (DSFT) und der NatKo (Tourismus für Alle Deutschland e. V.). Mit Unterstützung des Bundeswirtschaftsministeriums wurden in mehreren Projektphasen Fundament, Kriterien, Qualitätsstandards und die bundesweite Umsetzung aufgebaut.
„Reisen für Alle“ wird von der Bayern Tourist GmbH (BTG) verantwortet und betrieben.
Weiterführende Informationen und alle Angebote hier.