
Eine ganztägige Konferenz im MuseumsQuartier Wien am 14. September 2026 brachte eine Reihe hervorragender ExpertInnen und EntwicklerInnen zusammen, um Best-Practice-Beispiele inklusiver Kunstvermittlung in Museen zu präsentieren und zu diskutieren.
Die Konferenz, veranstaltet von der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs in Kooperation mit dem MQ Wien fand im Rahmen von „AccessibleEU“ statt.
Doris Rothauer präsentierte den MuseumsGuide inklusiv, der an diesem Tag auch das WACA Zertifikat in Gold für die Barrierefreiheit der Website erhielt.
Elke Kellner, Geschäftsführerin von ICOM Österreich, erläuterte die neue Museumsdefinition von ICOM, die Barrierefreiheit und Inklusion als zentrale Aufgabe von Museen betont und damit einen wichtigen Meilenstein in Richtung Inklusion setzt.
Jennie Schellenbacher vom Wien Museum sprach über die Herausforderungen, mit denen sich Museen konfrontiert sehen, angefangen von den Kosten für barrierefreie Angebote über die Kommunikation bis hin zur Sensibilisierung der MitarbeiterInnen und dem Erwerb von spezifischem Know How. Ihre Initiative ARGE inklusives Museum hilft durch Wissenstransfer und Austausch.
Theresa Rauter vom Tanzquartier Wien und Michaela Höß vom Belvedere präsentierten konkrete Beispiele und Formate, wie in ihren Häusern Diversität und Inklusion gelebt wird und wie inklusive Kunstvermittlung in den Angeboten konkret aussieht.
Christian Pomberer erläuterte am Beispiel der Landesmuseen Joaneum in Graz, welche internen Hürden seine Organisation bei der Implementierung von Inklusion als Querschnittsthema über alle Abteilungen und Standorte zu überwinden hatte.
Ein Panel zum Thema „Museum & Wellbeing“ brachte Vertreterinnen des Vorarlberg Museum, des Dom Museum und des Künstlerhaus Wien zusammen, um ihre Erfahrungen auszutauschen, wie Kunstvermittlung zum Wohlbefinden der Menschen beitragen. Kathrin Dünser vom Vorarlberg Museum erzählte über ihre Erfahrungen im Rahmen des Pilotprojektes „Museumsbesuch auf Rezept“. Antonia Heigl vom Dom Museum und Julia Kornhäusl vom Künstlerhaus, die jeweils demenzsensible Vermittlungsformate anbieten, berichteten über die Bedeutung und Notwendigkeit von Kooperationen zum Aufbau der Angebote.
Eine Demo-Zone und Informationsstände präsentierten neueste technologische Entwicklungen und sowie Training-Angebote: die ÖZIV Sensibilisierungs-Trainings, die taktilen und multimedialen Vermittlungstools des VRVis Zentrum für Virtual Reality & Visualisierung, die Hearonymus App, die Capito App, die Audio Description Next Level, sowie Screen Reader Programme für websites.
