
Der MuseumsGuide inklusiv hat für seine barrierefreie Website das WACA-Zertifikat in Gold erhalten! Die offizielle Überreichung der Auszeichnung fand im Rahmen eines Symposiums im MuseumsQuartier Wien statt.
Die Zertifizierung wurde durch die TÜV TRUST IT Austria Gmbh als Zertifizierungsstelle gemeinsam mit der Initiative WACA durchgeführt.
Warum die Zertifizierung? Auch im Kulturbereich sollte es mittlerweile Standard sein, Webseiten barrierefrei zu gestalten, denn der Besuch einer Kulturinstitution beginnt ja oftmals bereits bei der Recherche im Internet und damit auch auf unserer website, dem MuseumsGuide inklusiv.
Die EU hat mit dem European Accessibility Act (EAA) EU-weit einheitliche Barrierefreiheitsanforderungen für bestimmte digitale Produkte und Dienstleistungen eingeführt. In Deutschland ist die Umsetzung mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gesetzlich geregelt, in Österreich mit dem Barrierefreiheitsgesetz (BaFG), das im Juni 2025 in Kraft trat und grundsätzlich auch für Kulturinstitutionen und Museen gilt. Demnach müssen digitale Angebote wie Webseiten, Apps und andere Arten von digitalen Inhalten so gestaltet sein, dass jeder sie nutzen kann.
Was das konkret bedeutet, dafür sind die WCAG-Richtlinien (Web Content Accessibility Guidelines) hilfreich, die als international anerkannte Richtlinien zur Verbesserung der Zugänglichkeit von Webinhalten 2025 von einer unabhängigen Expertengruppe erstellt wurden. Die dort definierten Parameter für die Barrierefreiheit von digitalen Inhalten sind:
- die Wahrnehmbarkeit,
- die Bedienbarkeit,
- die Verständlichkeit,
- die Robustheit.
Die Robustheit einer Webseite stellt sicher, dass sie mit verschiedenen Browsern und assistierenden Hilfstechnologien kompatibel ist, was regelmäßig anhand aktueller Webstandards überprüft werden kann.
Die Bedienbarkeit sollte durch eine klare und einfache Navigation gegeben sein. Starke Kontraste zwischen Text und Hintergrund, anpassbare Schriftgrößen sowie eine klare, verständliche Sprache verbessern die Wahrnehmbarkeit und Verständlichkeit.
Bei Bildbeschriftungen sollten sogenannte Alternativtexte (Alt-Texte) eingebaut werden, die das Bild anschaulich und möglichst einfach beschreiben, sodass ein Bildschirmleseprogramm oder andere Hilfstechnologien das Bild für Menschen mit diversen Einschränkungen verständlich machen können. Untertitel für Videos sowie Transkripte für Audioinhalte helfen wiederum bei Gehörbeeinträchtigung.
Know How zur digitalen Barrierefreiheit bietet unter anderem die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwächen an. Die Leistungen reichen von Sensibilisierungstrainings über konkrete Beratung und Schulungen bis hin zur Zertifizierung mit dem Web Accessibility Certificate WACA.
